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Bundesweite Mitmachaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“

Schweigen brechen ist der erste Schritt 

Bundesweite Mitmachaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“

Auch die Mitglieder des Paderborner Arbeitskreises Gewalt gegen Frauen im Kreis Paderborn unterstützen die bundesweite Mitmachaktion des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“.

Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabu. Viele Betroffene schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut oftmals weg. Unter dem Motto „Weg aus der Gewalt“ ruft die diesjährige Mitmachaktion dazu auf, das Schweigen zum Thema Gewalt gegen Frauen zu brechen. Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote gibt. Jede und jeder Einzelne kann sie darin bestärken, einen ersten Schritt zu wagen – weg aus der Gewalt, in ein neues Leben. Einzelheiten zur Aktion gibt es im Internet unter www.hilfetelefon.de.

Unter Tel. (0800) 11 60 16 bietet das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln sie bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe. Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung.

 

Filmabend „Die göttliche Ordnung“

„Die göttliche Ordnung“ – eine berührende, tragische, aber auch witzige Hommage an die Gleichberechtigung

Zum Internationalen Gedenktag „NEIN – zu Gewalt an Frauen“ präsentiert das Kino Pollux by Cineplex Paderborn auf Initiative des Paderborner Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen“ am Montag, 27. November 2017, um 18.30 Uhr den Film „Die göttliche Ordnung“. Das Projekt wird gefördert durch die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn.

Eine junge Schweizerin setzt sich 1971 in ihrem Land für das Wahlrecht für Frauen ein und trifft dabei auf jede Menge chauvinistischer Vorurteile – und auf den Widerstand  ihres Mannes……

In einem Appenzeller Dorf beginnt sich die junge Hausfrau und Mutter Nora Ruckstuhl  langsam aber hartnäckig für das Frauenstimmrecht einzusetzen – und dafür, wieder berufstätig sein zu können. Nur Socken waschen und den tyrannischen Schwiegervater bedienen, das reicht ihr nicht. Als sie dies ihrem Mann anvertraut, verbietet der ihr, eine Stelle zu suchen – und kann sich dabei auf das Gesetz berufen. Bis 1988 befahl das Schweizer Eherecht, dass der Mann als Oberhaupt der Familie nicht nur allein über das Geld verfügen, sondern auch entscheiden durfte, ob die Gattin arbeiten gehen darf oder nicht.

Unterstützt von der verwitweten ehemaligen Bären-Wirtin Vroni planen Nora und nach und nach weitere verbündete Frauen eine Informationsveranstaltung, bei der Nora als Rednerin auftritt. Die Veranstaltung, bei der das halbe Dorf versammelt ist, endet in einem Fiasko und bei Nora zu Hause kommt es zum großen Streit. Nora beginnt an ihrer Aktion, aber auch an ihrer Beziehung zu ihrem Mann zu zweifeln.

Sie bekommt jedoch neuen Mut, als sich immer mehr Frauen im Dorf trauen auszusprechen, was sie wirklich denken. Schließlich wird entschieden, dass zum Frauenstreik aufgerufen wird und zur Freude von Nora folgen viele Dorffrauen dieser Aufforderung. Das schürt jedoch den Hass der Gegner so sehr, dass es zu einer gewaltvollen Eskalation kommt……….

Die göttliche Ordnung endet trotzdem mit einem Happy End: Das Frauenstimmrecht wird am 7. Februar 1971 angenommen und die Schweizer Frauen erhalten endlich das Stimm- und Wahlrecht. Der Kampf um die volle Gleichberechtigung aber wird heute noch immer weitergeführt.

Der Film besticht durch seine charmant-verspielte, witzige, tragische Inszenierung und seine hervorragenden Schauspielerinnen. Die göttliche Ordnung ist nicht zuletzt auch deshalb ein wichtiger Film, weil die jüngere Generation kaum mehr etwas über diese Kämpfe weiß, aus denen heute so selbstverständliche Rechte wie das Wahlrecht hervorgegangen sind.

Weitere Informationen und Tickets für die Vorstellung bekommen Sie online unter www.pollux-kino.de oder an der Ticketkasse des Pollux.

Anonyme Spurensicherung (ASS) nach sexueller Gewalt an Frauen und Mädchen nun auch in Paderborn

Die Anzahl der angezeigten Fälle von Straftaten gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht von Frauen und die ungleich höhere Dunkelziffer zeigen, dass von sexueller Gewalt betroffene Frauen und Mädchen im Anschluss an die Gewalthandlung häufig nicht in der Lage oder bereit sind, die Tat anzuzeigen.

Ohne Strafanzeige werden Tatspuren im Regelfall nicht gesichert und stehen damit bei einem zukünftigen Strafverfahren nicht als Beweismittel zur Verfügung. Allein die mündliche Aussage der Betroffenen ist mangels weiterer Beweismittel für eine Anklageerhebung oft nicht ausreichend.

Vor diesem Hintergrund soll nun das Konzept der anonymen Spurensicherung nach sexueller Gewalt in Paderborn etabliert werden, das Betroffenen im Bedarfsfall schnelle Hilfe und Unterstützung ermöglichen soll.

Der Paderborner Arbeitskreis „Anonyme Spurensicherung“ möchte Frauen und Mädchen dabei unterstützen, auch Jahre nach der Tat noch eine Anzeige erstatten zu können. Um den Betroffenen die bestmögliche Hilfe anbieten zu können, haben sich die Frauen-und Kinderklinik St. Louise, die Gynäkologische Praxis Dr. Tavakoli, die Frauenberatungsstellen Lilith e.V. und BELLADONNA – Sozialdienst katholischer Frauen e.V., der WEISSE RING e.V., die Kreispolizeibehörde, der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Paderborn und die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen.

Wenn eine Frau sexuelle Gewalt, z.B. eine Vergewaltigung oder eine andere sexuelle Handlung gegen ihren Willen erleben musste, kann sie ab sofort zu jeder Zeit die Frauen- und Kinderklinik St. Louise, Husener Str. 81, aufsuchen und dort in der Gynäkologischen Ambulanz die Spuren der Tat kostenlos und vor allem anonym sichern lassen. Die Spuren werden unter einer Chiffrenummer im Rechtsmedizinischen Institut in Münster für mehrere Jahre gelagert. Entschließt sich die Betroffene zu einem späteren Zeitpunkt zur Anzeige, kann sie dann auf die Spuren zugreifen. Wichtig ist dabei, dass die Spuren möglichst zeitnah nach der Tat gesichert werden, damit die Spuren nicht zerstört werden. Den betroffenen Frauen wird deshalb auch angeraten, nach der Tat nicht zu duschen oder die Kleidung zu wechseln.

Die Frauenklinik arbeitet eng mit den Paderborner Beratungsstellen Lilith, BELLADONNA und dem WEISSEN RING e.V. zusammen und weist die von sexueller Gewalt betroffenen Frauen auf deren unterstützenden Angebote hin. Die Beratungsstellen begleiten bei Bedarf bis zum Prozess und darüber hinaus.

Alle Beteiligten des Arbeitskreises sind sich einig: Die Täter sexueller Gewalt sollen nicht davonkommen! Der Arbeitskreis erhofft sich vom ASS-Konzept, dass mehr Gewalttaten als bisher aufgeklärt werden können. Im Jahr 2015 wurden im Kreis Paderborn 124 Anzeigen wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und anderer Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gestellt, wobei die Dunkelziffer ungleich höher ist.

Flyer, Infokarten und Plakate erhalten Sie bei allen Beteiligten. Nähere Informationen gibt es bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn unter gleichstellung@paderborn.de oder 05251/88-1950.

Das Projekt ASS wird gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.

Infobroschüre zum Download: Folder Sexuelle Gewalt

 

 

Selbstbehauptung/Selbstverteidigung nach dem WENDO-Konzept – Kurs für Frauen ab 18 Jahren

Sie möchten selbstbewusster werden? Sie möchten Ihre Bedürfnisse äußern und auch durchsetzen können? Sie möchten bei dummen und abwertenden Sprüchen schlagfertiger werden?

Sie möchten sich bei Grenzüberschreitungen wehren können? Sie möchten sich sicher und stark fühlen? Sie möchten sich im Falle eines Angriffs wehren können?

In einer Gruppe bis zu 12 Teilnehmerinnen wird Ihre mentale wie körperliche Durchsetzungskraft trainiert. Gearbeitet wird mit Gesprächen, Rollenspielen, Körperübungen, Kampfspielen und Selbstverteidigungstechniken, die unabhängig von den körperlichen Voraussetzungen für jede Frau erlernbar sind.  

Der Kurs richtet sich hauptsächlich an Paderbornerinnen. Der Kurs wird gefördert durch die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn.

Wann: Samstag, 2. Dezember 2017 von 10.00 bis 15.00 Uhr
Sonntag, 3. Dezember 2017 von 10.00 bis 13.00 Uhr
Wo: Gymnastikraum des Pelizaeusgymnasiums Paderborn (unter der Mensa), Gierswall 2, 33098 Paderborn (Wegbeschreibung kann bei Bedarf zugesandt werden)
Leitung: Britta Limberg (HP) und WENDO-Trainerin
Veranstalterinnen: Paderborner Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen“ in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn
Kosten: 10,00 €
Anmeldung:  ab sofort möglich (spätestens bis zum 23.11.2017) gegen Zahlung der Teilnahmegebühr bei der Stadt Paderborn / Gleichstellungsstelle /
Astrid Freitag, Paderborn, Am Abdinghof 11, Tel. 05251/881650
Wichtig: Mitzubringen sind: Sportkleidung, dicke Socken, eine Decke, Essen und Trinken

 

 

 

„KommGutHeim“ gibt Sicherheit auf dem Nachhauseweg
Viele Frauen fühlen sich vor allem abends unwohl, wenn sie alleine nach Hause gehen müssen. Einen Lösungsansatz für dieses Problem bietet die neue App „KommGutHeim“...
Die Daten sind sicher verschlüsselt, so dass ausschließlich die ausgewählten Personen den Standort einsehen können.

Weitere Informationen zur App und zum Herunterladen:
„KommGutHeim“ - APP

  • One Billion Rising – Freitag, 14. Februar 2020, 16.30 Uhr, vor dem Paderborner Rathaus
    Der Paderborner Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen und die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn rufen dazu auf, am Freitag, 14. Februar 2020, 16.30 Uhr, vor dem Paderborner Rathaus für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren und zu tanzen. One Billion Rising ist eine Demonstration weltweiter Solidarität und zugleich die Weigerung, Gewalt gegen Mädchen und Frauen […]
  • Theaterstück „Die Wortlose“ von Wilfried Happel
    Plakat Theater Die Wortlose Theaterstück für eine Schauspielerin Schauspiel: Susanne Kloß Wann: Dienstag, 26.11.2019, 19.30 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr) Wo:      Kulturwerkstatt Paderborn, Kleinkunstsaal, Bahnhofstraße 64, 33102 Paderborn Eintritt: 5,00 € regulär, 3,00 € ermäßigt Die Veranstaltung wird gefördert durch die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn. Veranstaltung des Paderborner Arbeitskreises „Gewalt gegen Frauen“ zum Internationalen […]